Vermehrung von Usambaraveilchen

Blattstecklinge zur Bewurzlung in Wasser
Blattstecklinge zur Bewurzlung in Wasser
Bewurzeltes Blatt
Bewurzeltes Blatt
Unbewurzelte Blattstecklinge per Versand bestellt
Unbewurzelte Blattstecklinge per Versand bestellt
Blattsteckling in Wasser
Blattsteckling in Wasser
eingetopfter bewurzelter Blattsteckling
eingetopfter bewurzelter Blattsteckling
Blattsteckling mit Jungpflanze
Blattsteckling mit Jungpflanze
Blattstecklinge in Wasser
Blattstecklinge in Wasser
Bewurzlung der Stecklinge in Wasser
Bewurzlung der Stecklinge in Wasser
Bewurzeltes Blatt mit Jungpflanzen in Wasser
Bewurzeltes Blatt mit Jungpflanzen in Wasser
Jungpflanzen an Blattsteckling
Jungpflanzen an Blattsteckling
Eingetopfte Bewurzelte Blätter mit Jungpflanzen
Eingetopfte Bewurzelte Blätter mit Jungpflanzen

Vermehrung über Blattstecklinge:

Usambaraveilchen lassen sich recht einfach und zuverlässig vermehren, weswegen sie auch eine sehr beliebte Pflanze unter Sammlern und Pflanzenfreunden ist.


 

 

Dazu nimmt man ein gut gewachsenes und ausreichend großes Blatt und stellt es in Wasser oder direkt in Erde der Stecklinge sollte ca. 2 cm tief in das Substrat/Sphagnummoos gesteckt werden, letzteres ist gut geeignet da es desinfizierende Eigenschaften aufweist. 

 

Ich persönlich bewurzel meine Blattstecklinge lieber in Wasser. Ich nutze dazu entweder kleine dunkle Fläschchen oder Becher in die ich einge Zentimeter Wasser fülle und die Blätter einstelle nach ca. 2-3 Wochen bei gleichmäßiger Temperatur bilden sich die ersten Wurzeln und teilweise schon Jungpflanzen, nach ca. 4-5 Wochen setze ich dann die Blätter nur Jungpflanzen in mein Substrat um. 

Bei der Bewurzlung ist es wichtig auf eine gleichmäßige Temperatur zu achten von mindestens 20°C darunter verschimmeln die Blattstecklinge sehr gern.

 

Diese Blätter benötigen dann nochmal 2-3 Monate um die Jungpflanzen entsprechend der Größe zu bilden das diese dann separiert und in einzelne Töpfe gepflanzt werden können. 

 

Eine andere Methode ist das direkte stecken der Blätter in Substrat oder Shagnummoos (hat eine desinfizierende Wirkung) so bilden sich die Jungpflanzen direkt aus dem Substrat, ich empfinde allerdings das diese Methode länger dauert um Jungpflanzen zu erhalten und teilweise einige Sorten gar keine Jungpflanzen bilden, was ein erneutes stecken der Blätter nötig macht.

 

Ich rate dazu die Blätter nicht in durchsichtige Schnapsbecher zu stecken, da ich die Erfahrung gemacht habe das die Jungpflanzen dem Licht entgegen wachsen und bei den durchsichtige Becherchen, fällt das Licht auch seitlich ein, was teilweise dazu führt, das die Jungpflanzen verkehrt herum austreiben und somit nicht oben aus der Erde wachsen sondern in das Topfinnere.

 

Vermehrung über Teilung:


Usambaraveilchen bilden regelmäßig Seitentriebe/Adventivtriebe (auch Sucker genannt), diese kann man bei entsprechender Größe von einigen Zentimetern abtrennen und in separate Töpfchen stecken und so bewurzeln. Ich stelle solche "gewonnenen" Jungpflanzen zur Bewurzlung in ein Zimmergewächshaus für 3-4 Wochen bis Wachstum einsetzt.

 

Unter Usambaraveilchen gibt es auch Ausnahmen die sich nicht durch Blattstecklinge vermehren lassen diese nennt man Chimären, diese Sorten lassen sich hauptsächlich und zuverlässig durch köpfen der Mutterpflanze vermehren mit den abgeschnittenen Köpfen geht man genauso um wie mit "Suckern"

Erste Wurzelansätze nach 2 Wochen in Wasser
Erste Wurzelansätze nach 2 Wochen in Wasser

Vermehrung von Chimären:


 

Einige Sorten von Usambaraveilchen lassen sich ausschließlich über Blütenstiele/Kronen der Rosetten vermehren dazu zählen die Chimären, da diese Sorten bei der Vermehrung über Blätter farblich wieder in ihre Elternsorten zurückfallen.

 

Um Chimären zu vermehren kann man wie gesagt die Krone der Pflanze abnehmen (Pflanze köpfen) die Krone dann in Wasser oder Substrat bewurzeln.

Die alte Rosette bildet dann weiterhin Nebentriebe sogenannte (Sucker) die man bei auch wieder zur Vermehrung nutzen kann.

Unbewurzelter Sucker oder Krone einer Chimäre
Unbewurzelter Sucker oder Krone einer Chimäre
Töpfchen mit feuchtem Shagnummoos
Töpfchen mit feuchtem Shagnummoos
nach wenigen Tagen zeigen sich erste Wurzelansätze
nach wenigen Tagen zeigen sich erste Wurzelansätze
nach einiger Zeit im Moostöpfchen kann nach erfolgreichen Wurzelwachstum in ein Töpfchen mit Substrat getopft werden
nach einiger Zeit im Moostöpfchen kann nach erfolgreichen Wurzelwachstum in ein Töpfchen mit Substrat getopft werden

Eine weitere Methode ist das Stecken von Blütenstielen:


 

Dazu nimmt man die Blütenstiele der Pflanze und entfernt alle Knospen, lediglich die Blattansätze an den Blütenstielen bleiben stehen. 

Dann setzt man die Blütenstiele in Substrat und hält das leicht feucht, man muss bei den Stecklingen unbedingt auf gespannte Luft (erhöhte Luftfeuchte) achten. (Mit einem Glas oder Folie abdecken).

 

Nach ca. 4-6 Wochen sollten sich bei erfolgreicher Bewurzlung Jungpflanzen am Stiel bilden die dann bei entsprechender Größe einzeln getopft werden können.

 

Hier ein Link mit Bildern und Erklärungen:


http://dimetris.com.ua/site/all/fialka-chimera

 


6 Wochen nach dem Stecken haben sich schon recht viele kleine Jungpflanzen gebildet
6 Wochen nach dem Stecken haben sich schon recht viele kleine Jungpflanzen gebildet
bewurzelte Blütenstiele die Jungpflanzen austreiben
bewurzelte Blütenstiele die Jungpflanzen austreiben